Winterzeit? Sommerzeit? Müdigkeit.

Für Kinderlose ist die Zeitumstellung im Oktober ja ein Traum: Eine Stunde länger schlafen – großartig. Für viele Eltern auch, jedoch kein schöner. Dem Nachwuchs ist die Uhrzeit nämlich relativ wurscht. Immerhin vertraut dieser auf seine innere Uhr – und die lässt sich nicht einfach um eine Stunde vor- oder zurückdrehen.

Tagesablauf vorbereiten? Fehlanzeige!

Damit man sich große Unannehmlichkeiten erspart, wird in vielen Foren empfohlen, bereits ein paar Tage vor der Zeitumstellung den Tagesablauf anzupassen. Hoch motiviert habe ich das auch probiert. Leider vergebens. Zwar ist Püppi wie geplant etwas früher zu Bett gegangen, das hatte jedoch zur Folge, dass sie im Schlaf offenbar genug Zeit hatte, sich unzählige Gedanken zu machen, welche sie mir dann mitten in der Nacht mitteilen wollte. Unbedingt und ohne Widerworte zu akzeptieren. Lauthals. Für jeweils 1,5 Stunden lang.

Fazit: Schlaflose Nächte und ein klares „Nein!“ zu sämtlichen Routine-Ideen meinerseits. Geholfen hat dann nämlich immer nur das beliebte „La Le Lu“, was Püppi grundsätzlich Tag und Nacht hören kann.

Eigentlich also kein Wunder, dass sie heute morgen, nachdem in der Nacht die Uhren um eine Stunde zurückgedreht wurden, wohl vor jedem Hahn zu krächzen begonnen hat und, während ich noch schlafen wollte, ihr erstes Fläschchen verlangte.

Der gute Vorsatz bleibt

Was bleibt, ist der gute Vorsatz es kommendes Jahr viel besser hinzubekommen.

Der Fakt, dass bei der nächsten Zeitumstellung die Uhren wieder eine Stunde nach vorne gedreht werden, spielt mir dabei sicherlich in die Hände. Immerhin kann ich dann mitten in der Nacht, laut jubelnd neben dem Bett stehen, wenn Püppi mich mit großen Augen ansieht und laut „Ey!“ ruft. Vollkommen überzeugt davon, dass meine Kleine die Zeitumstellung so gut gemeistert hat, dass sie nicht nur eine, nein, sondern bereits zwei Stunden bevor ich aufstehen wollte, munter geworden ist… !

Tipp

Ihr könnt euch auch nie merken, ob die Uhr zur Zeitumstellung vor- oder zurückgedreht werden muss? Hier ein Tipp: Im Frühjahr stellt das Café die Stühle vor die Tür. Also wird am letzten Sonntag im März auch die Uhr von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Im Herbst bringt man die Stühle dann nach drinnen zurück. Folglich stellt man am letzten Sonntag im Oktober auch die Uhr von 3 Uhr auf 2 Uhr zurück.⁠

Und wenn wir schon dabei sind: Die Umstellung der Uhrzeit ist eigentlich auch gleich ein guter Anlass, um sich mit Kindern mit den Jahreszeiten und der Uhrzeit zu beschäftigen. Etwa, warum es früher dunkel oder hell wird, oder warum man manchmal eine Stunde länger schlafen kann und manchmal eben nicht. Um Kindern die Uhrzeit näher zu bringen, eignen sich die Bücher Leo Läusemaus lernt die Uhr*, Conny lernt die Uhrzeit* sowie Der kleine Drache Kokosnuss: Weißt du, wieviel Uhr es ist*.

Wie macht Ihr das mit der Zeitumstellung?

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