Püppi ist mittlerweile sieben Monate alt und hat ihre ersten beiden Milchzähne bekommen. So oft wie sie sich aktuell in den Mund greift, gehen wir davon aus, dass der dritte Zahn auch nicht mehr lange auf sich warten lässt. Damit verbunden tauchen natürlich einige Fragen zur Zahnpflege auf. Und auch zum Thema Schnuller. Kinderzahnarzt Dr.med.dent. Rainer Franz Prugmaier war so nett und hat sich die Zeit genommen, mir diese zu beantworten.

Zahnhygiene beim Baby: Ab wann soll man mit der Zahnpflege beginnen?

Bereits vor dem Durchbruch soll der Mundraum z.B. mit einem weichen Tuch gereinigt werden. Dadurch wird das Zahnfleisch massiert und die Milchzähne haben es einfacher durchzukommen.

Braucht man für ein Baby eine Zahnpasta?

Die ersten Zähnchen müssen bereits ab dem Zeitpunkt des Durchbrechens in die Mundhöhle mit einer dem Alter entsprechenden Zahnbürste und einer dementsprechenden Menge fluoridhaltiger Zahnpaste geputzt werden. Es ist vor allem darauf zu achten, dass die Oberlippe vollständig angehoben wird. Es soll der Zahn und der Übergang zum Zahnfleisch
gleichmäßig vorsichtig geputzt werden.

Sind Milchzähne besonders kariesanfällig? Was gibt es hier zu beachten?

Milchzähne sind weicher als die bleibenden Zähne. Dies erklärt sich aus der
Zusammensetzung der Milchzähne. Anders als bei den bleibenden Zähnen ist der Mineralgehalt bei Milchzähnen geringer. Das bedingt, dass die Milchzähne anfälliger sind.

Häufige Plaque-, Säure- und Zuckerexposition setzt den Milchzähnen zu und bedingt, dass sich Karies eher bildet. Ist ein Zahn von Karies betroffen, schreitet diese im Vergleich zu den bleibenden Zähnen auch schneller voran und kann auch andere nicht betroffene Zähne anstecken.

Wann sollte man mit dem Kind zum ersten Mal zum Zahnarzt?

Aus Sicht der Kinderzahnärzte wird der erste Zahnarztbesuch bereits ab dem ersten Milchzahn – das ist in etwa im 6. bis 8. Lebensmonat – empfohlen. Bei diesem Besuch geht es einerseits um Früherkennung und andererseits werden wertvolle Tipps rund um die richtige Pflege des Mundraumes sowie zahngesunde Ernährung an die Eltern vermittelt bzw. Fragen der Eltern beantwortet.

Sind Schnuller schädlich?

Babys haben einen angeborenen Saugreflex. Dieser sorgt dafür, dass das Neugeborene trinken kann. Sobald etwas die Lippen des Babys berührt, beginnt es kräftig zu saugen. Der Saugreflex wird nach und nach durch Nuckelbewegungen ersetzt, die das Baby selbst steuern kann.

Das Nuckeln hat auch einen beruhigenden Effekt auf das Kind. Das Saug- und Nuckelbedürfnis kann mit dem Stillen, dem Fläschchen oder mit einem geeigneten Schnuller befriedigt werden. Der Vorteil eines Schnullers liegt vor allem daran, dass hier keine flüssige Babynahrung oder Säfte etc. im Mundraum verbleiben und somit die Milchzähne permanent „umspülen“.

Worauf ist bei der Wahl des Schnullers zu achten? Wie sieht ein guter Schnuller aus?

Die Form und Größe des Schnullers sollte für den Mundraum des Kindes geeignet sein. Weiters soll auf eine dem Gaumen angepasste Form, also ein symmetrischer Saugteil, sowie eine schmale Auflage für die Lippen und Kieferleisten geachtet werden.

Gibt es Risiken, die man mit einem „falschen“ Schnuller eingeht? Welche?

Ist die Form und Größe nicht geeignet kann es zu Kieferfehlstellungen kommen. Folgen daraus können unter anderem ein offener Biss oder ein zu schmaler Oberkiefer sein.

Sie empfehlen MAM Supreme Schnuller. Wieso?

Der MAM Supreme Schnuller vereint all die zu beachtenden Fakten: dem Gaumen angepasste Form, also ein symmetrischer Saugteil, sowie eine schmale Auflage für die Lippen und Kieferleisten.

Müssen Schnuller „mitwachsen“?

Mit dem Wachstum des Babys verändert sich auch der Mundraum mit dem Ober- und Unterkiefer. Je nach Alter sollte eine passende Größe gewählt werden, um den Anforderungen optimal gerecht zu werden.


DR. MED. DENT. RAINER F. PRUGMAIER

Akademische Ausbildung und Fortbildung

Studium der Zahnmedizin von 2011 – 2017 und Promotion zum Dr. med. dent. an der Medizinischen Universität Wien.
2019 Dentale Lachgassedierung
seit 2019 Zertifizierung zum Kinderzahnarzt

BERUFSERFAHRUNG
– Zahnarzt Zahnklinik für Kinder und Menschen mit Beeinträchtigung, Wien Liesing
– Zahnarzt Wiener Gebietskrankenkassa, Ambulatorium Simmering
– Assistenzarzt Universitätszahnklinik Wien, Fachbereich Kieferorthopädie
– Vertretungs-Kinderzahnarzt

seit 4/2019:
– Wahlarzt-Ordination mit Schwerpunkt Kinderzahnheilkunde, Angstpatienten und Patienten mit besonderen Bedürfnissen in Leibnitz

seit 3/2019:
– Kinderzahnarzt in Wien
– Zahnarzt Zahnklinik für Kinder und Menschen mit Beeinträchtigung in Wien Liesing
– Zahnarzt Wiener Gebietskrankenkassa, Ambulatorium Simmering
– Assistenzarzt Universitätszahnklinik Wien, Fachbereich Kieferorthopädie

Mitglied der Österreichischen Zahnärztekammer, der Österreichischen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (ÖGKiZ), der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGKiZ) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)


Püppis Lieblinge

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